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Donnerstag, 9. August 2018

Unser nächster Einsatz rückt näher...

Unsere nächste Fahrt nach Griechenland steht im September an und bei den Gedanken daran, was so auf uns zukommen wird, erinnern wir uns auch schon mal an bisher Erlebtes. 

  Unsere Arbeit war und ist immer noch geprägt von der Zusammenarbeit mit engagierten Menschen. So haben wir bei unserem letzten Einsatz in Patras auch Lore und Felix kennengelernt. Während wir uns um die Bereitstellung von Nahrungsmitteln gekümmert haben, haben die beiden für DocMobile medizinische Erstversorgung geleistet. Sie haben einen Bericht verfasst, den wir euch nicht vorenthalten möchten:


 "Wir, Lore und Felix, waren im April/Mai für DocMobile in Patras. DocMobile ist eine Organisation, die versucht in Patras, aber auch in Athen, Thessaloniki und auf Lesbos eine medizinische Grundversorgung für Menschen bereitzustellen, die sonst keine hätten. Unser Team in Patras bestand aus vier bis fünf Freiwilligen aus Kanada, Frankreich, Belgien, England und Deutschland. DocMobile hat in Patras einen Ambulanzwagen und ein Medikamentenlager für die Grund- und Akutversorgung der geflüchteten Menschen. 

In Patras harrten im April ca. 700 geflüchtete Personen in Zelten aus. In verlassenen Fabrikhallen in der Nähe des Hafens, lebten sie unter widrigsten Bedingungen und hofften auf die Chance auf eine Fähre nach Italien zu gelangen. Dabei kam es immer wieder zu schweren Verletzungen und systemischen Misshandlungen. Durch Illegalisierung und der daraus folgenden Kriminalisierung von geflüchteten Personen, ist in Patras ein völlig rechtsfreier Raum entstanden.
Deshalb bestand unsere Arbeit in Patras nicht nur in der Akutversorgung von Wunden, Schnitten und Infektionen, sondern immer wieder auch in der Behandlung von Stockschlägen, verdrehten Handgelenken, Hundebissen und anderen Gewalteinwirkungen von außen. Von den traumatisierenden psychosozialen Folgen von Gewalt, bzw. ihrer stetigen Replikation ganz zu schweigen.
 

Viele Verletzungen wurden von der Hafenpolizei zugefügt. Besonders in Erinnerung wird uns ein 17-jähriger Junge bleiben, der nach massiver Drangsalierung durch die Polizei, völlig entkräftet und dehydriert, das Bewusstsein verlor. Später stellte sich heraus, dass seine Arme gebrochen waren. 

An manchen Tagen hat unser kleines Team über 100 Patienten versorgt. An solchen Tagen waren auch wir am Ende unserer Kräfte. Im Angesicht der Willkür und Skrupellosigkeit, dem fehlenden Respekt vor dem Leben und der Gesundheit anderer Menschen, fällt es uns schwer, die Situation der Geflüchteten in Patras aus einer rein medizinischen Sicht zu beschreiben. 

Trotz alledem werden uns auch viele schöne Momente in Patras in Erinnerung bleiben. Die Dankbarkeit für unsere Arbeit, selbst wenn wir nur ein Pflaster geklebt oder in Ruhe zugehört haben, die vielen interessanten Gespräche und die Freundschaften, die wir schlossen. Unser höchster Respekt gilt den Menschen, die auch unter den härtesten Bedingungen ihre Hoffnung nicht verlieren und natürlich allen AktivistInnen in Patras, die sich der zur Normalität gewordenen Inhumanität und der völlig absurden europäische Migrationspolitik entgegenstellen!

An dieser Stelle ein fettes Dankeschön für eure Unterstützung und Spenden, für die gesammelte Kleidung und den Support am Telefon! 

Felix + Lore"

Wenn Ihr die Arbeit von DocMobile unterstützen möchtet, könnt ihr das bei PayPal tun oder per Überweisung an die IBAN: DE82 2585 0110 0230 3744 64.

Auch wir von Taten statt Warten sammeln wieder Spenden für unsere nächste Griechenlandfahrt. Diesmal ist unser Einsatzort Dilesi, Griechenland. Wir arbeiten wieder mit unserem Partner FoodKIND zusammen, und werden unsere gesammelten Spenden ausschließlich dafür einsetzen, die Camps Oinofyta und Malakas mit Essen zu versorgen. Ihr könnt euch also sicher sein, dass euer Geld nicht in Organisationsstrukturen verloren geht, sondern direkt den Geflüchteten zu Gute kommt! Bei uns könnt ihr über die Crowdfunding-Seite spenden oder an die IBAN: DE77 8005 3762 1894 0741 02.


Mittwoch, 23. Mai 2018

Wieder einmal in Griechenland…

Es ist mitunter erstaunlich, wie schnell sich Dinge verändern können. Am 1. März 2018 fuhren wir über „Taten statt Warten“ nach Patras in Griechenland, um dort die NGO FoodKIND bei der Arbeit in Geflüchteten-Camps zu unterstützen. Wenn man dabei von Camps spricht, dann ist das noch eine Beschönigung für die damaligen Zustände.

Insgesamt wohnten circa 600 Menschen unter katastrophalen humanitären Bedingungen in verlassenen Fabriken entlang der Hafenanlagen. Das waren fast vier Mal so viele Personen, wie zu unserer ersten Fahrt im April 2017. Tagtäglich versuchten sie, die Fähren nach Italien zu erreichen, um von dort ihren Weg in ein neues Leben zu wagen.

Was die Menschen in Patras vorfanden, war jedoch Hoffnungslosigkeit und die ständige Furcht, bei ihren unzähligen Fluchtversuchen von der gewaltbereiten Hafenpolizei erwischt zu werden. Dabei galten für die Hafenpolizisten von Patras scheinbar keine Regeln. Sie schreckten vor nichts zurück – sie nahmen den Geflüchteten ihr Geld ab, zerschnitten ihnen die Schuhe und fügten ihnen auch Verletzungen zu.

Die meisten Menschen kamen aus Krisen- und Kriegsgebieten in Afghanistan und Pakistan, einige wenige aus dem Maghreb. FoodKind versuchte, die drei leerstehenden Fabriken täglich mehrmals anzusteuern, um alle mit mindestens zwei Mahlzeiten zu versorgen. Dabei kooperierten wir mit dem medizinischen Personal von DocMobile, welches sich der medizinischen Erstversorgung der Menschen verschrieben hat. Beide Organisationen waren substanziell auf Spenden angewiesen und auf Menschen, die ihre Arbeitskraft für eine bestimmte Zeit mit einbringen konnten.

Wir von Taten statt Warten konnten im Vorfeld dank Eurer Hilfe Spenden sammeln und zwei Wocheneinkäufe für insgesamt 1100€ finanzieren. Darüber hinaus reichte das Geld noch für 30 Paar Schuhe im Wert von 300€. Diese wurden nach und nach an diejenigen Menschen herausgegeben, deren eigene abgetragen oder zerschnitten wurden. Gleichzeitig konnten wir über 17 Tage lang FoodKIND bei ihrer unverzichtbaren Arbeit mit unserer Tatkraft unterstützen und somit einen weiteren kleinen persönlichen Beitrag leisten.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Spendern von ganzem Herzen bedanken!

In der letzten Woche überkam uns dann die Nachricht, dass all das, was wir dort vorgefunden hatten bereits wieder Geschichte zu sein scheint. Wie Medien und die Personen vor Ort uns berichteten, hat die Polizei die Fabrikgebäude geräumt, die Geflüchteten dort in Gewahrsam genommen und in „offizielle“ Camps in der Nähe von Thessaloniki gebracht. Wie lange sie dort bleiben werden und unter welchen Umständen, ist unklar.

Zuvor war es zu Auseinandersetzungen zwischen den in den Fabriken lebenden Menschen gekommen, wobei ein 17-Jähriger ums Leben kam (Hier nachzulesen). Zwei Tage nach unserer Abreise sei bereits ein 16-Jähriger von einem Polizeiauto überfahren worden.

Falls Ihr weiteres über die Situation in Patras erfahren wollt, bietet die Doku „Flucht unter dem LKW“ von ZDF Zoom einen tiefen Einblick in die Situation der Geflüchteten vor Ort. Zusätzlich liefert der Artikel „Sueñan con subirse a un ferry rumbo a Italia“ mit dem beigefügten Video einen authentischen Beitrag für Euronews.

Wenn Euch die Arbeit von Taten statt Warten gefällt, schreibt uns einfach an und schaut mal bei unseren zweiwöchentlichen Treffen vorbei. Wem es an Zeit mangelt, kann auch Spenden. Ihr könnt sicher sein, dass das Geld direkt den Geflüchteten in Griechenland zu Gute kommt!


Mittwoch, 20. September 2017

Tanzen statt Warten Vol. II

Die letzten Wochen sahen bei uns eher ruhig aus. Da viele von uns die Semesterferien genutzt haben, um nach Hause oder in den Urlaub zu fahren, legten wir eine kleine Sommerpause ein. Ab September haben wir uns dann wieder angefangen zu treffen, denn es steht Großes an: am 28.10.2017 veranstalten wir eine zweite „Tanzen statt Warten“ – Soliparty. Damit wollen wir wieder etwas Geld sammeln, um auf der nächsten Fahrt im Jahr 2018 so viel wie möglich mit nach Griechenland zu nehmen, um damit notwendige Sachen vor Ort zu kaufen. Vor der Party zeigen wir noch den Film „Raving Iran“, in dem sich zwei junge DJs gegen das Regime stellen.

Also merkt euch den Termin und kommt fleißig mit uns feiern!

Line Up:
Jan Goertz / The Apetizing / Techno
Nouri / Abaton Kollektiv / Goa
moogli b2b rumpelstuhl / Abaton Kollektiv / DnB
Sonah / Abaton Kollektiv / House
und viele mehr!

Wann?: 28.10.2017
Was?: Film 21:00, Party 22:30
Wo?: Labim, Halle (Saale)


Dienstag, 25. Juli 2017

Update!

Ihr Lieben,
Wir melden uns aus einem Berg von Veranstaltungen, Prüfungen und Orgakram zurück im Ring.
Hier geht’s direkt zu dem was ansteht.
Jetzt kommt erst einmal die Zusammenfassung dessen, was war:

Crowdfunding

Als aller erstes möchten wir an dieser Stelle voller Stolz nochmals verkünden, dass unsere Crowdfunding-Seite online ist. Bitte teilt diese, informiert und spendet, damit wir unser Ziel erreichen und die Situation in Griechenland für einige Menschen dort etwas besser machen können.
Den Link findet ihr auch hier.


Vakuum Festival in Magdeburg am 02. Juli 2017


Beim Vakuum Festival in Magdeburg wurde uns großartigerweise die Möglichkeit gegeben, allen Interessierten von unseren Erlebnissen in Griechenland, der dortigen Situation und unserer Arbeit zu erzählen. Für uns stellen sich solche Möglichkeiten, zu berichten, immer als großer Schatz dar. Danke an die Veranstalter des Festivals, an Iris, Lars und Thilo von Taten statt Warten und an alle Interessierten und Zuhörer!




Campusfest der philosophischen Fakultät am 05. Juli 2017

Beim Campusfest am Steintor standen wir ebenfalls mit Informationen und Kuchen für euch bereit. Dabei haben sich tolle Gespräche entwickelt und die Stimmung war klasse. Durch eure Kuchenspenden habt ihr wieder ein kleines Stück Mehrwert für die Geflüchteten in Griechenland gebracht. Danke dafür.
Ebenfalls Kuchen konntet ihr beim Sportfest für Jedermensch auf dem Unisportplatz am 08. Juli 2017 bekommen. Leider hat das Wetter dort nicht so richtig mitgespielt.

Griechenlandfahrt

Abgesehen von unseren lokalen Events sind zur Zeit zwei von unserem Team wieder in Griechenland, um dort bei einem universitären Projekt ebenfalls Hilfe für Geflüchtete, im Sinne von Bildung, zu leisten. Das ist für uns als Taten statt Warten nützlich, da wir dadurch mit aktuellen Informationen über die Lage vor Ort in Griechenland aus erster Hand versorgt werden.

Wir als Team haben uns gegen eine zweite Fahrt im Sommer 2017 entschieden, weil einerseits die Reisekosten immens hoch gewesen wären und andererseits in den Sommermonaten schon sehr viele Freiwillige in Griechenland Hilfe leisten. Eine nächste Fahrt planen wir für Ende des Jahres oder den Beginn des nächsten. Willst du mitfahren, dann melde dich gerne bei uns! Am einfachsten sind wir über Facebook oder Email erreichbar.

Vorstandswechsel


Wir haben eine kleine Fluktuation in unserem Vorstand gehabt, die wir euch nicht vorenthalten wollen: 
Marco ist als Vorsitzender zurückgetreten, weil ihm momentan die Zeit fehlt. Deshalb besteht unser neuer Vorstand nun aus einem Dreiergespann aus Frauen. Fiona als Schatzmeisterin ist geblieben, Sina ist neue Vizevorsitzende und Hannah hat den Vorsitz übernommen. Und damit ihr die Gesichter nicht vergesst haben wir ein pitschnasses, sehr müdes Foto nach der Sitzung für euch gemacht. 😝

Von links nach rechts: Fiona, Hannah, Sina.



Was ansteht:


Soli Party - Tanzen statt Warten

Am 28. Oktober 2017 findet unsere nächste Soliparty im LaBim statt. Mit großer Vorfreude können wir verkünden, dass ihr dort den Film Raving Iran ansehen könnt. Außerdem könnt ihr euch auf tolle DJs und ne super Stimmung gefasst machen. Mehr Details werdet ihr bald auf unserer Facebook-Seite erfahren. Ihr könnt gespannt sein.

Mitglieder

Wir sind nach wie vor auf der Suche nach kreativen, engagierten oder auch einfach nur neugierigen neuen Köpfen. Wir freuen uns über jedes neue Gesicht bei unseren Treffen. Zur Zeit befinden wir uns in einer kleinen Sommerpause, da kaum jemand von uns in Halle ist; unsere Türen stehen dennoch immer offen für euch. Bitte schreibt uns oder kommt zu einem der nächsten Treffen, die wir auf Facebook veröffentlichen werden.
Als junger Verein leben wir von neuen Ideen und vielen Menschen, die ein bisschen Zeit und Mühe in das Projekt stecken, damit wir wachsen können.

Danke fürs Lesen, Spenden und Teilen.
Wir werden euch jetzt wieder regelmäßig mit Infos versorgen. Bleibt also dran. Aboniert uns und verpasst nichts - and keep updated. =)

Geschrieben von: Hannah

Mittwoch, 21. Juni 2017

Endlich! Unser neues Vereinskonto

Nach einigem Hin und Her ist es nun endlich so weit: Unser neues Vereinskonto ist eröffnet!

Es wird unter anderem auch für unser Crowd-Funding-Projekt benötigt - jetzt steht alles bereit und die nächsten Pläne können geschmiedet werden!
Ab sofort können wieder Spenden entgegengenommen werden; über das Crowd-Funding oder auch per Überweisung direkt auf das Konto:

Taten statt Warten
DE77 8005 3762 1894 0741 02
Verwendungszweck: Spende, Name 

(Falls eine Spendenquittung benötigt wird, bitte die Anschrift oder uns direkt über unsere Mail kontaktieren.)

Ein riesiges Dankeschön an alle unsere Unterstützer!

Montag, 19. Juni 2017

Ein Blick in den Alltag der Geflüchteten

An unserem zweiten Einsatzort im Süden Griechenlands hat sich unsere Arbeit auf zwei Fabrikhallen konzentriert. Derzeit leben dort verteilt auf die zwei Gebäude ungefähr 150 Geflüchtete, die meisten von ihnen sind aus Afghanistan, Pakistan und dem Iran.

Das Leben, welches die Männer in den Fabriken führen, ist unfassbar. Sie schlafen dort in kleinen Zelten oder auf dem blanken Holzboden. Die hygienischen Bedingungen sind katastrophal. Überall liegen Müllberge, welche ersichtlich machen, dass die Fabriken seit Jahren Zwischenstopp für viele Menschen auf der Flucht sind. Sie hausen dort inmitten alter, rostiger Maschinen, viele Teile der Fabriken sind zerfallen, alles ist offen, ehemals vorhandene Scheiben sind zerbrochen. Es ist kein Wunder, dass sich Krankheiten schnell ausbreiten. Die Organisation FoodKIND, welche wir vor Ort unterstützt haben, hat daher bei den Essensauslieferungen auch versucht, eine medizinische Versorgung zu leisten. Die Freiwilligen haben Wunden gereinigt und behandelt, Schmerzmittel, sowie andere Medikamente verteilt. Doch bei gewissen gesundheitlichen Problemen ist einfach ein Arzt nötig. An unserem vorletzten Tag dort ist ein Team freiwilliger Ärzte und Krankenschwestern mit uns zu den Fabriken gekommen, um die Geflüchteten mit Beschwerden zu untersuchen und so gut wie möglich zu behandeln. Auch sie haben hauptsächlich Schmerzgels und Tabletten verteilt. Einige hatten aufgrund der Folter durch die Taliban oder durch Schläge der Polizei schlimme Verletzungen am ganzen Körper. Andere haben unter Magenproblemen oder Krätze gelitten. Das Risiko der Ansteckung ist unter den dortigen Lebensbedingungen natürlich besonders hoch. Die Ärzte haben daher eine umgehende Behandlung der Männer angeordnet, die sich mit Krätze infiziert hatten. Dazu waren neben der Salbe auch neue Kleidung und Schlafsachen nötig. Diese konnten von FoodKIND gestellt werden und auch wir nutzen einen geringen Teil unserer gesammelten Spenden, um neue Kleidung zu kaufen. 


Die Geflüchteten in den Fabriken haben versucht, sich das Nötigste irgendwie einzurichten. So gibt es eine Stelle, an der sich alle waschen, rasieren und sich die Zähne putzen können. Gibt es gespendete Hygieneartikel, so werden sie an die Menschen verteilt- meist sind es Zahnbürsten, Zahnpasta, Rasierer und Duschgel.

Die Stromversorgung in den Fabriken ist sehr schwierig; in der einen Fabrik gibt es immerhin eine kleine Lampe. Ihre Handys laden die Geflüchteten an provisorischen Multi-Steckdosen. Wie wichtig diese sind, kann man sich gut vorstellen- sind sie doch die einzige Möglichkeit für die Menschen, Kontakt zur Familie zu halten. Auch wir haben schnell gemerkt, wie wichtig soziale Kontakte und Gespräche sind. Da einige der Männer perfekt Englisch, zwei von ihnen sogar Deutsch sprechen konnten, hatten wir die Möglichkeit, uns mit ihnen auszutauschen. Es hat uns erstaunt, wie viel die Menschen bereit waren, von ihren Erlebnissen und Gefühlen preiszugeben. Vieles von dem, was wir hörten, war einfach nur schockierend. Sie berichteten von Willkür, Verfolgung und Folter in ihren Heimatländern. Einige von ihnen haben bereits mehrere Jahre in England oder Deutschland gelebt, haben dort gearbeitet und wurden aus verschiedensten Gründen zurückgeschickt oder durften nicht wieder einreisen.


Letztlich ist die Situation für die Männer in den Fabriken schwer auszuhalten. Wir konnten daran nur wenig ändern- unser Beitrag musste sich im Grunde auf die Essensvergabe und einige Sachspenden beschränken. Wir wollen jedoch wiederkommen. Wir haben die Situation wahrgenommen und erkannt, das etwas daran geändert werden muss. Unsere Hilfe wird also weitergehen – wir werden hier in Halle wieder Spendenaktionen starten und Geld sammeln. Wir werden Aufmerksamkeit für das Thema schaffen und wieder nach Griechenland reisen.

Seitdem wir wieder in Deutschland angekommen sind, hat sich unsere Gruppe wieder zu regelmäßigen Treffen zusammengefunden. Wir haben unseren Leuten, die hier geblieben sind, von den Erlebnissen erzählt und uns ausgetauscht, wie uns das Gesehene und Erlebte bewegt hat. So etwas ist wichtig, denn es fällt uns allen etwas schwer, nach den Erlebnissen in Griechenland wieder in den Alltag einzutauchen. Das Wissen, dass wir hier in Halle aktiv bleiben und uns weiter mit der Thematik beschäftigen, hilft. Ihr werdet also bald wieder von uns hören, live oder wenn wir hier auf dem Blog über unsere Aktivitäten berichten!

geschrieben von: Iris

Montag, 29. Mai 2017

#5-11 Reise in den Süden Griechenlands - Kochen für Geflüchtete


Für alle, die sich gefragt haben, was denn nun aus den restlichen Tagen der Griechenland-Fahrt geworden ist: Hier kommt endlich die Antwort. Frei nach dem Motto: Was lange währt, wird gut.

Am Dienstag, unserem fünften Arbeitstag in Griechenland, sind wir in den Süden des Landes aufgebrochen; dort benötigte die Organisation FoodKIND dringend weitere helfende Hände und wir verbrachten unsere sechs verbliebenen Arbeitstage mit der Unterstützung ihres Projekts.

Die Fahrt, die Iris voller Konzentration und mit einigen kleinen Pausen gut gemeistert hat, dauerte insgesamt sieben Stunden. Wir nutzen die Zeit im Auto, um Fiona einen Geburtstagsgruß nach Deutschland zu schicken. Für die Autobahn mussten wir Mautgebühren bezahlen und kamen einmal sogar in eine Polizeikontrolle - die Polizisten waren allerdings sehr nett und wir konnten sofort weiterfahren.

Im Süden angekommen begannen wir nach einer kurzen Ruhepause gleich am Abend mit der Arbeit.

Nouri und Hannah schliefen bei FoodKIND im Haus und Iris, Sina und Sarah in der zuvor gemieteten AirBnB-Wohnung. Glücklicherweise waren die beiden Schlafplätze nur fünf Autominuten voneinander entfernt, was uns die Planung sehr erleichterte.

Unsere tägliche Arbeit hatte einen sehr gleichförmigen Ablauf:

Wir trafen uns um 9:30 und fuhren als erstes gemeinsam zu den Fabriken, um das Frühstück auszuteilen, das wir am vorherigen Tag vorbereitet hatten. Es gab für jeden Geflüchteten Toastscheiben mit Marmelade oder Schokoaufstrich, eine Orange und zwei Kekse. Danach ging es zurück zum Haus von FoodKIND, um alles sauberzumachen und die Töpfe und das Geschirr abzuwaschen.

Dann begannen wir mit den Vorbereitungen für das Abendessen, für das riesige Mengen an Gemüse kleingeschnitten werden mussten. 
Etwa von 12:30 bis 15:30 hatten wir Mittagspause. Diese nutzten wir, um in die Stadt zu fahren, Gyros oder ähnliches zu essen und uns zu entspannen.
Danach ging es fleißig weiter mit den Vorbereitungen für das Abendessen: Je nachdem, was auf dem Plan stand, wurden Salat, Gurken und andere Lebensmittel geschnitten. Hannah übernahm in den letzten Tagen sogar das Kochen und war dafür verantwortlich, Reis, Nudeln und alles andere mit passenden Gewürzen abzuschmecken. Das gelang ihr sehr gut und sie wurde zu ihrer Freude von allen Seiten gelobt. 
Gegen 19:30 machten wir uns dann jeden Tag auf den Weg, um das Abendessen unter den Geflüchteten auszuteilen. Für viele Menschen war das Essen, das wir kochten, das Einzige was sie bekamen - sie freuten sich sehr darüber.

An unserem letzten Tag haben wir zur Abwechslung Porridge gekocht. Dies kam bei den meisten Geflüchteten gut an. Einige sahen dem ungewohnten Frühstück jedoch skeptisch entgegen: Die meisten kannten Porridge nicht, da in vielen der Heimatländer normalerweise Rührei zum Frühstück gegessen wird.

Was wir bezahlt haben:

Für den Einkauf und das Obst gaben wir insgesamt 137€ aus.
Außerdem kauften wir 15 Paar Schuhe, ein paar neue Klamotten, Antibiotika und Schmerzmittel und drei Fußbälle, für die wir insgesamt 207€ ausgaben. Wir erstanden zudem noch eine neue Kochstelle für FoodKIND, da die riesige Menge an Reis in den großen Töpfen des Öfteren mal unten anbrannte und es sich mit 3 Kochplätzen einfach leichter kochen lässt. Da wir am Ende immer noch Geld zur Verfügung hatten, entschieden wir uns dazu, FoodKIND 500€ zu überlassen. 
Weiterhin wurden das Mietauto, das Benzin, die AirBnB-Wohnung und die Unterkunft im Haus von Spendengeldern bezahlt.

Und schließlich: die Rückfahrt...

Am Sonntag fuhren wir dann, nachdem wir das Frühstück in die Fabriken gebracht hatten, wieder zurück nach Thessaloniki, da am Montag unser Flug nach Berlin ging. 
Zwischenzeitig fuhr unser Auto nur etwa 80 km/h und konnte nicht richtig beschleunigen. Wir entschieden uns dazu, vorsichtshalber den Abschleppdienst zu rufen, da wir nicht wussten, ob es ein Problem mit dem Motor gab. Der Abschleppdienst konnte uns leider auch nicht weiterhelfen und so fuhren wir noch einige Minuten langsam auf der Autobahn weiter, bis sich das Problem von selbst löste und das Auto wieder normal fuhr.

Rückblickend hatten wir zwar anstrengende, aber sehr produktive Tage, die wir so schnell nicht vergessen werden und die erst einmal verarbeitet werden müssen. 

geschrieben von: Sina und Doro

Sonntag, 14. Mai 2017

#3&4 Fußball und Kochen

An unserem dritten Arbeitstag in Thessaloniki beschlossen wir, unsere Gruppe zu teilen.
Marco fuhr zur SoulFood Kitchen, um dort mit anderen Freiwilligen Essen für obdachlose Geflüchtete zuzubereiten und auszuliefern.

Der Rest unseres Teams war für ein Großevent im Herzen von Thessaloniki angefragt worden. Dabei handelte es sich um eine Art Festival, für das die Menschen aus vielen umliegenden Flüchtlingscamps mit Bussen zu der Location gebracht wurden: Das Family-Football Event stand im Rahmen des Fußballspiels Barcelona gegen Madrid, welches am späteren Abend live auf Großleinwand zu sehen war.

Unsere Aufgabe an diesem Tag bestand darin, an unterschiedlichsten Ständen auszuhelfen. Während Hannah und Iris den (meist) syrischen Kindern ein Lächeln entlockten, indem sie mit Schminke Schmetterlinge, Spiderman oder Herzchen auf ihre Gesichter zauberten, betreuten Sarah und Nouri die Hüpfburg, damit sich keines der Kinder verletzte. Auch am Women-Safeplace Zelt wurden Schichten von unserem Team übernommen.

Im Großen und Ganzen war es ein Tag, an dem wir als Helfer das Gefühl hatten, für die Geflüchteten eine willkommene und gern angenommene Abwechslung geschaffen zu haben; mit Musik,Tanz und Kicker, Clownshows für die Kinder, der Möglichkeit sich an einer Wand künstlerisch zu verewigen, Essen und Trinken, sowie sportlicher Aktivität.

Der vierte Tag in Thessaloniki nahm uns wieder als Team im Ganzen in Beschlag. Einige von uns starteten bereits am Morgen mit ihrer Arbeit in der SoulFood Kitchen, während der Rest im angrenzenden Warehouse wieder Sachen sortierte und Pakete für Flüchtlingsfamilien packte. Gegen Nachmittag bereiteten wir dann alle das Essen für den Abend vor und halfen, es noch zu verpacken. Insgesamt konnten 130 Portionen Essen in Thessaloniki verteilt werden.

Natürlich haben wir für euch alles bebildert.  Für noch mehr kleine Impressionen könnt ihr auch gerne auf unserer Facebook-Seite vorbeischauen.



Donnerstag, 20. April 2017

Gemeinnützig nach Thessaloniki. Was war, was ist, was sein wird

Es geht endlich los! Sechs Leute vom Projekt Taten Statt Warten - Gemeinsam für Geflüchtete in Griechenland - fliegen genau heute am 20. April 2017 nach Thessaloniki, um vor Ort zu helfen und die Früchte der letzten Wochen, symbolisch geschrieben, zu verteilen. Alle Infos für die kommenden knappen zwei Wochen sowie ein Rückblick auf die vergangenen 14 Tage findet ihr beim aktuellen Blogeintrag.

PS: Wer keine Lust auf das Vergangene hat, sondern nach vorne schauen möchte: Bitte einfach bis zur entsprechenden Überschrift runterscrollen :D

Was war die letzten Wochen passiert?


Hier ein kurzer Überblick der vergangenen Veranstaltungen und Soli-Aktionen. Vielen Dank nochmals allen Beteiligten für ihr großes Engagement. Dank euch haben wir in den letzten Wochen nochmal viele Spendengelder sammeln können, welche nun direkt umgesetzt werden.

- 25.03.: 5. Flohmarkt für den Guten Zweck
- 26.03.: Veganer Potluck
- 30.03.: Tanzen Statt Warten
- 05.04.: Kuchenbasar 1
- 12.04.: Kuchenbasar 2 / Kleidertausch

Los ging es mit dem 5. Flohmarkt für den Guten Zweck. Bei wunderbarem Wetter zog es viele Leute auf die Peißnitzinsel, sodass es ein rundum schöner Nachmittag war. Weil fleißig gespendet wurde (über 400€) stieg die Motivation für die kommenden Veranstaltungen und mit diesen Hochgefühlen ging es dann auch weiter…

... und zwar schon am nächsten Tag. Dort sammelten nämlich "Vegan in Halle" beim Potluck ebenso Gelder für uns. In heimeliger Atmosphäre wurde gebruncht, geschwatzt und gelacht. Mit dieser Stärkung im Bauch konnten wir eigentlich schon fast in der Goldenen Rose bleiben, da es wenige Tage genau hier weiterging.

Es durfte zum Tanzen und zuhören geladen werden. Bevor die Schuhsohlen einem Härtetest unterzogen wurden, spielte der Akustik-Sprechgesangsmusiker Leprechaun vor der Bar, sodass man mit kühlen Getränken versorgt bis in Nacht feiern konnte. Dazu legten die beiden DJ‘s Aemute und Herr Sakas auf. Bei so viel verbrannten Kalorien ging es dann erstmal in die heimische Backstube…

… um sich für Kuchenbasar # 01 zu wappnen. Dieser fand neben der Buse zur Tulpe auf dem Universitätsplatz der MLU Halle-Wittenberg statt. Wer Lust hatte konnte sich diverse Kuchen gegen eine Spende einverleiben. Dass alle Konditor*innen ihr Handwerk verstanden, zeigte sich bereits kurz vor 16.00 Uhr, als alle Kuchen, Torten und Muffins restlos in Spendengelder umgewandelt worden sind. Die Message von euch kam an. So ging es mit neuen Angebot in die nächste Woche…

… zum Kuchenbasar # 02. Und man war das viel. Nur wenige von den Ofenspezialitäten blieben über. Wir haben versucht die Wünsche der vergangenen Woche zu erfüllen und so gab es noch mehr glutenfreie und vegane Angebote, welche auch zu Hauf angenommen wurden. Gefühlt brauchten wir generell mehr als zwei Tische, um alles anbieten zu können. Es hat sich gelohnt: Insgesamt kamen bei beiden Verkäufen circa 450€ an zusätzlichen Spendengeldern zusammen.

Ebenso cool war der Kleidertausch, nur 10 Meter neben unseren Stand. Nach anfänglichen abtasten kamen auch hier eine Menge Leute, um zu spenden und eben um zu tauschen. Die übrigen Sachen wurden sortiert und anschließend an eine Sammelstelle für Kleidung weitergegeben. Das schöne für uns waren die Kindersachen, welche vermutlich gerade jetzt in Griechenland eintreffen, womit wir schon beim Präsens angelangt sind.

Was ist der aktuelle Stand?


Das vielleicht Wichtigste für uns ist die Anerkennung der Gemeinnützigkeit. Und zwar deshalb, da dadurch die Crowdfunding-Kampagne ohne Sorgen gestartet werden kann (mehr dazu in den kommenden Wochen). Ansonsten ging es bei den letzten beiden Treffen und via Social-Media hauptsächlich um die bevorstehende Reise und logistische Folgefragen. Es folgt ein kurzer Ausschnitt:

„Wer bucht die Tickets? Wie kommen wir zum Flughafen? Mit dem Auto. Wer fährt und wo stellen wir das ab? Wann ist Abfahrt? ca. 6.00 Uhr. :( Wann kommen wir an? Hab ich vergessen das Licht auszumachen? Wie läuft das mit dem Auto in Griechenland ab? Was ist mit der Unterkunft (Essen, Sachen etc.)? Weiß James (Unser Vermittler und Abholer in Thessaloniki) Bescheid? Wie sehen die ersten Tage aus? Sind alle lieb zueinander? Ja, wir knuddeln uns nach der Sitzung :D “ 

Neben diesen Standardfragen und Planungen ging es am Dienstag nochmal zum Sachspenden sortieren (Danke Iris und Hannah). Hier verlief alles super gut, sodass wir keinerlei Mühe hatten. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Gemeinde SoliDeo aus Halle, welche uns in dieser Hinsicht sehr geholfen hat. Die KLeidungsstücke wurden auch praktischerweise gleich in Reiserucksäcken und Taschen verpackt, wobei wir schon bei dem: „Was sein oder passieren wird" angelangt sind.

Was wird passieren?


Im Rahmen des Projekts ist es früh klar geworden, dass es nach Thessaloniki geht. So ist es auch weiterhin. Bis vor kurzem war aber noch nicht so richtig klar geworden, was eigentlich gemacht werden soll. Deshalb hier ein kurzer Abriss über die ersten ein bis drei Tage (Bitte in Agentenstimme lesen):

"An das Team von Taten Statt Warten: Die Ankunft in Griechenland wird am 20. April 2017 am frühen Nachmittag gegen halb vier sein. Nach kurzer Orientierung suchen Sie das vorher kontaktierte Carsharing-Unternehmen auf, sodass die Autoübergabe abgewickelt werden kann. Zeitgleich wird James, unsere Kontaktperson, zu Ihnen stoßen, um Sie zu Ihrer Unterkunft zu begleiten und um Ihnen erste Instruktionen und Hinweise vor Ort zu geben. Angekommen erhalten Sie einen Überblick über die aktuelle Lage, lernen Ihre Kolleg*innen kennen und knüpfen Kontakte zu nahestehenden Gruppen. Am ersten Tag und den folgenden werden Sie auf ein ‚Ware-House‘ stoßen, wo Sie Textilien ordnen und verpacken sowie diese via Auto weiter transferieren werden. Genauere Details gibt es bei Ihrer Kontaktperson vor Ort. Mit großer Wahrscheinlichkeit treffen Sie später am Tag Mitglieder von „Grenzenlose Wärme“, welche sie weiterhin in Ihre neue Tätigkeit einarbeiten werden und an andere Klient*innen weiter vermitteln. Zusätzlich dienen auch Abendveranstaltungen, andere Hilfsorganisationen und Ihre Fähigkeit Kontakte zu anderen Menschen herzustellen. Das sind Ihre vorläufigen Parameter. Viel Erfolg."

Wem das Ganze zu abstrakt erscheint: Es ist in den ersten Tagen geplant in einem Ware-House Kleidung zu sortieren und auch auszuliefern. Einzelheiten werden sich vor Ort klären. Da zeitgleich die Leute von Grenzenlose Wärme da sind werden, werden wir von ihren bestehenden Kontakten profitieren und so weitere Arbeit bekommen. Das Schöne daran: Ihr verpasst nichts und es werden auf Facebook aktuelle Photos und kleine Tagebucheinträge online gestellt. Diese kann man ab sofort jeden Tag lesen und so das Geschehen in Thessaloniki weiter folgen.

Das war es mit dem Blogeintrag. Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen. Das Wichtigste zum Schluss: Viel Erfolg und eine gute, konstruktive Arbeit in Thessaloniki unseren Helfer*innen in Griechenland, welche mit eurer Unterstützung erst da sein können um anderen zu helfen: Hannah, Iris, Noah, Marco, Sarah und Sina :D und allen Leser*innen, Spender*innen und Unterstützer*innen, welche in der kurzen Zeit bei der Verbreitung und Umsetzung des Projektres mitgewirkt haben.


Liebe Grüße,
Taten Statt Warten


TatenStattWarten auf Facebook: https://www.facebook.com/TatenstattWarten/
Grenzenlose Wärme: https://www.facebook.com/GrenzenloseWaerme/
Gemeinde SoliDeo Halle: http://www.soli-deo.de/de/index.php
Vegan in Halle: https://www.facebook.com/vegan.halle/

geschrieben von: Lars

Mittwoch, 29. März 2017

#11

Blogeintrag #11

Solidarität auf allen Ebenen

Die Einsatzbereitschaft der letzten Wochen trägt die ersten Früchte. Soweit zum letzten Eintrag. Dieses Höhengefühl nehmen wir auch für die nächsten Wochen mit und freuen uns, dass es am 20. April endlich mit dem Flugzeug nach Thessaloniki geht. Im letzten Treffen ging es unter anderem um die Soli-Feier am 30. März, den Umgang mit Sachspenden und den Flug nach Thessaloniki.




Level 1: „Jump“

Eines der wichtigeren Themen war die Organisation und der Ablauf der Feier am Donnerstag, den 30. März. Nach ausführlicher Diskussion ist die Planung nun endgültig abgeschlossen und die Vorfreude steigt bei allen Teilnehmenden. Wir sind richtig guter Dinge, dass möglichst viele tanzbegeisterte Leute vorbeischauen und laden hiermit nochmal alle ein, sich Morgen zu beteiligen.

Was: Tanzen Statt Warten / Wann: Einlass: 22.00 Uhr / Wo: Goldene Rose, Halle

oder informiert euch über Facebook.




Level 2: „Money“ and other stuff

Wir nehmen mittlerweile die ersten Spenden ein und wollen uns an dieser Stelle, insbesondere bei allen Leuten vom Flohmarkt für den Guten Zweck, bedanken. Beeindruckend und schön zugleich war der gestrige Abend als es unplanmäßig beim Studienrat geklingelt hat und Jemand zum Kleiderspenden abgeben vorbeischaute. Auch dafür vielen Dank, nicht nur für die Spenden und deiner Bereitschaft, sondern auch das du nächste Woche wieder kommen möchtest und du uns nochmal motivierst hast.

Wer diesem Beispiel weiter folgen möchte, kann dies schon am nächsten Sonntag tun. Zwischen 13 bis 16 Uhr nehmen wir auch dann wieder Sachspenden entgegen und natürlich auch zum Zeitpunkt des nächsten Orgatreffens. Weiterhin besteht die Möglichkeit eine Sachspendenbescheinigung auszustellen. Diese können wir, nach Abschluss der Formalitäten für den Antrag auf Gemeinnützigkeit, rückwirkend für euch ausstellen. Fragt dafür einfach nach, wenn ihr etwas spenden möchtet. Gleiches gilt dabei auch für reguläre Geldspenden.

Weiterhin haben wir die Möglichkeit über die ‚Gemeinde SoliDeo‘ weitere Sachspenden zu erhalten. Auch dafür schon mal vielen Dank.




Level 3: “Learning To Fly”

Da wir in den letzten Wochen Probleme hatten ein Auto und/oder einen Transporter zu bekommen, sind wir zu einem Entschluss, bzw. einem Strategiewechsel, gekommen. Alle Helfer*innen fliegen nach Thessaloniki. Von da aus geht es zur Unterkunft, von wo aus wir uns mit einem Mietwagen fortbewegen möchten. Der Grund liegt zum einen im Rahmen von Kostengründen und zum anderen, darin dass die serbische Grenze streng kontrolliert wird, sodass über diese Route sowieso keine Sachspenden nach Griechenland gelangen könnten. Wir werden also die Sachspenden über zusätzliches Gepäck mit dem Flugzeug bzw. per Post nach Griechenland transportieren.




Das war es erstmal für diese Woche. Bis zur Nächsten.

Liebe Grüße,

Taten Statt Warten



Nächstes Treffen: Di., 04.04. um 19.30 im StuRa der MLU (Universitätsplatz 7) -

Donnerstag, 9. März 2017

Ankündigungen

Meine Damen und Herren,


vielen Dank für Ihr Vertrauen und dass Sie sich für eine Veranstaltungsreihe von TatenStattWarten entschieden haben. Im nachfolgenden möchten wir Ihnen ein Unterhaltungs- und familienfreundliches Programm vorstellen. Wir sind uns sicher, Sie und Ihre Entourage von uns überzeugen zu können, sowie Ihre Erwartungen voll und ganz zu erfüllen.

Mit freundlichen Grüßen,

TatenStattWarten


25.03. Ein Frühlingsspaziergang: 5. Flohmarkt für den Guten Zweck, 13.00 Uhr, Peißnitzhaus


Beginnen werden mit einem idyllischen Frühlingsnachmittag im Grünen Herzen der Saale- und Händelstadt Halle. Auf dem bezaubernden Gelände des Peißnitzhauses findet eigens für Sie der ‚Fünfte Flohmarkt für den Guten Zweck‘ statt. Bitte bringen Sie daher genug Raum für etwaige Einkäufe mit.

Weitere Informationen finden Sie unter der entsprechenden Veranstaltung auf Facebook.


30.03. Soirée: TanzenStattWarten, 22.00 Uhr in der Goldenen Rose


Mit Neuen Kleidern geht es Ballfertig um 22.00 Uhr in Die Goldene Rose, wo Ihnen ein abwechslungsreiches Abendprogramm geboten wird. Einleitend hören und erleben Sie einen regionalen Künstler, welcher Sie mit humoristisch /satirischen Texten in Form des Singer-Songwriting auf den weiteren Verlauf des Abends einstimmen wird. Im Anschluss fordern wir zum kollektiven Tanzen auf. Es spielen dann für Sie sogenannte DiscJockeys. Alternativ können Sie sich bei traumhaftem Ambiente und abendlichen Erfrischungsgetränken in Konversation begeben.

Mehr Infos finden Sie hier.


12.04. Kuchenbasar, Universitätscampus Halle (Saale)


Das Finale bildet ein gemütlicher Kaffeeklatsch auf dem Universitätscampus Halle, zwischen dem Audimax und der Burse zur Tulpe. Dort können Sie es sich im Rahmen anderer Veranstaltungen bei Getränken und diversen Kuchenspezialitäten gut gehen lassen und sich von dem Ball erholen. Kommen Sie vorbei und verbringen Sie einen schönen Nachmittag mit Freunden und Bekannten, oder lernen Sie neue Leute bei einem entspannten Plausch kennen.

Auch hier finden Sie zeitnah weitere Informationen auf der Facebook-Seite.



Abschließend Ihr von Uns für Sie gestaltetes Programm nochmal in der Übersicht:


am 25.03. der Flohmarkt für den Guten Zweck

am 30.03. TanzenStattWarten

und am 12.04. Kuchenbasar

Falls wir Sie überzeugen konnten, folgen Sie uns weiter und teilen Sie unsere Einträge. Weitere Veranstaltungen in Form von Konzerten, Informationsabende sowie Aktionen sind bereits in Planung. Wir freuen uns auf Sie und freuen uns weiterhin über konstruktives Feedback und Hilfe jeglicher Art.

Ihr Veranstaltungsteam von TatenStattWarten.

Geschrieben von: Lars

Mittwoch, 1. März 2017

Es wird ernst...


Und schon wieder ist eine ganze Woche vergangen. Auch dieses Mal gibt es gute Neuigkeiten zu berichten :)

„Ich habe Sie im Radio gesehen.“

Hannah und Marco waren für uns am Montag zu Gast bei Radio Corax und stellten unser Projekt mit den verbundenen Zielen vor. Damit konnten wir hoffentlich auch unsere Reichweite ein wenig erhöhen.

Vielen Dank an das Team von Radio Corax für die Unterstützung. Weiterhin bekommen wir verstärkt externe Anfragen und Angebote zur weiteren Hilfe. Das ist super und motivierend, und bestärkt uns auch immer in unserem Tun. Wir versuchen Jeden der helfen möchte mit einzubeziehen und sind für die Unterstützung sehr dankbar. Bitte weiter so.

Ebenso voran geht es mit dem Sachspendenaufruf. Wir brauchen nur noch das okay von der Sammelstelle, sodass wir damit spätestens nächste Woche beginnen können. Weiterhin bekommen wir von Fionas Mama Babybekleidung gespendet. Vielen Dank dafür.

Falls ihr auch etwas spenden wollt und nicht warten könnt, schreibt uns einfach an unter taten.nicht.warten@gmail.com oder kontaktiert uns auf Facebook (entweder hier oder rechts auf das Fenster klicken).

Auch voran geht es mit der Kontoeröffnung. Mehr Infos gibt es bestimmt nächste Woche. Leider müssen wir immer noch abwarten, bleiben aber zuversichtlich. Wenn alle Dämme reißen gibt es zumindest eine Alternativlösung.

Solidarität am 25. und 30. März

 

Unter diesem inoffiziellen Motto finden demnächst verschiedene Veranstaltungen statt. Die erste Aktion heißt: Flohmarkt für den guten Zweck in Halle. Der Termin ist der 25. März 2017 am Peißnitzhaus. Die Zeit ist von 12 bis 18.00 Uhr, also ideal für einen Wochenend-Bummel an der Saale. Wenn ihr somit Samstag noch nichts vorhabt kommt vorbei und unterstützt die gute Sache. Den Link zur Facebook-Veranstaltung findet ihr hier: Flohmarkt für den guten Zweck

Und weiter geht es: Am 30. März 2017 gibt es bei der großen Soli-Party was zum Hören und zum Tanzen. Wir sind gerade mit Bands und DJ’s in Kontakt. Leider können wir dazu erst nächste Woche mehr berichten. Das Ganze wird in der Goldenen Rose stattfinden. Der Einlass ist ab 22.00 Uhr. bringt Freunde und Kollegen :)

Neben diesen beiden Daten kommen im weiteren Verlauf noch weitere Termine dazu. Das bedeutet: Es lohnt sich auf jeden Fall unsere Seite weiter zu verfolgen.

Das war es auch schon von dieser Woche. Bis zur Nächsten und falls ihr in Halle seid: Schaut doch mal vorbei :)

Unsere Treffen finden wie immer jeden Dienstag um 19.30 Uhr im Stura der MLU Halle-Wittenberg statt. Wir freuen uns!

Geschrieben von: Lars