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Montag, 19. Juni 2017

Ein Blick in den Alltag der Geflüchteten

An unserem zweiten Einsatzort im Süden Griechenlands hat sich unsere Arbeit auf zwei Fabrikhallen konzentriert. Derzeit leben dort verteilt auf die zwei Gebäude ungefähr 150 Geflüchtete, die meisten von ihnen sind aus Afghanistan, Pakistan und dem Iran.

Das Leben, welches die Männer in den Fabriken führen, ist unfassbar. Sie schlafen dort in kleinen Zelten oder auf dem blanken Holzboden. Die hygienischen Bedingungen sind katastrophal. Überall liegen Müllberge, welche ersichtlich machen, dass die Fabriken seit Jahren Zwischenstopp für viele Menschen auf der Flucht sind. Sie hausen dort inmitten alter, rostiger Maschinen, viele Teile der Fabriken sind zerfallen, alles ist offen, ehemals vorhandene Scheiben sind zerbrochen. Es ist kein Wunder, dass sich Krankheiten schnell ausbreiten. Die Organisation FoodKIND, welche wir vor Ort unterstützt haben, hat daher bei den Essensauslieferungen auch versucht, eine medizinische Versorgung zu leisten. Die Freiwilligen haben Wunden gereinigt und behandelt, Schmerzmittel, sowie andere Medikamente verteilt. Doch bei gewissen gesundheitlichen Problemen ist einfach ein Arzt nötig. An unserem vorletzten Tag dort ist ein Team freiwilliger Ärzte und Krankenschwestern mit uns zu den Fabriken gekommen, um die Geflüchteten mit Beschwerden zu untersuchen und so gut wie möglich zu behandeln. Auch sie haben hauptsächlich Schmerzgels und Tabletten verteilt. Einige hatten aufgrund der Folter durch die Taliban oder durch Schläge der Polizei schlimme Verletzungen am ganzen Körper. Andere haben unter Magenproblemen oder Krätze gelitten. Das Risiko der Ansteckung ist unter den dortigen Lebensbedingungen natürlich besonders hoch. Die Ärzte haben daher eine umgehende Behandlung der Männer angeordnet, die sich mit Krätze infiziert hatten. Dazu waren neben der Salbe auch neue Kleidung und Schlafsachen nötig. Diese konnten von FoodKIND gestellt werden und auch wir nutzen einen geringen Teil unserer gesammelten Spenden, um neue Kleidung zu kaufen. 


Die Geflüchteten in den Fabriken haben versucht, sich das Nötigste irgendwie einzurichten. So gibt es eine Stelle, an der sich alle waschen, rasieren und sich die Zähne putzen können. Gibt es gespendete Hygieneartikel, so werden sie an die Menschen verteilt- meist sind es Zahnbürsten, Zahnpasta, Rasierer und Duschgel.

Die Stromversorgung in den Fabriken ist sehr schwierig; in der einen Fabrik gibt es immerhin eine kleine Lampe. Ihre Handys laden die Geflüchteten an provisorischen Multi-Steckdosen. Wie wichtig diese sind, kann man sich gut vorstellen- sind sie doch die einzige Möglichkeit für die Menschen, Kontakt zur Familie zu halten. Auch wir haben schnell gemerkt, wie wichtig soziale Kontakte und Gespräche sind. Da einige der Männer perfekt Englisch, zwei von ihnen sogar Deutsch sprechen konnten, hatten wir die Möglichkeit, uns mit ihnen auszutauschen. Es hat uns erstaunt, wie viel die Menschen bereit waren, von ihren Erlebnissen und Gefühlen preiszugeben. Vieles von dem, was wir hörten, war einfach nur schockierend. Sie berichteten von Willkür, Verfolgung und Folter in ihren Heimatländern. Einige von ihnen haben bereits mehrere Jahre in England oder Deutschland gelebt, haben dort gearbeitet und wurden aus verschiedensten Gründen zurückgeschickt oder durften nicht wieder einreisen.


Letztlich ist die Situation für die Männer in den Fabriken schwer auszuhalten. Wir konnten daran nur wenig ändern- unser Beitrag musste sich im Grunde auf die Essensvergabe und einige Sachspenden beschränken. Wir wollen jedoch wiederkommen. Wir haben die Situation wahrgenommen und erkannt, das etwas daran geändert werden muss. Unsere Hilfe wird also weitergehen – wir werden hier in Halle wieder Spendenaktionen starten und Geld sammeln. Wir werden Aufmerksamkeit für das Thema schaffen und wieder nach Griechenland reisen.

Seitdem wir wieder in Deutschland angekommen sind, hat sich unsere Gruppe wieder zu regelmäßigen Treffen zusammengefunden. Wir haben unseren Leuten, die hier geblieben sind, von den Erlebnissen erzählt und uns ausgetauscht, wie uns das Gesehene und Erlebte bewegt hat. So etwas ist wichtig, denn es fällt uns allen etwas schwer, nach den Erlebnissen in Griechenland wieder in den Alltag einzutauchen. Das Wissen, dass wir hier in Halle aktiv bleiben und uns weiter mit der Thematik beschäftigen, hilft. Ihr werdet also bald wieder von uns hören, live oder wenn wir hier auf dem Blog über unsere Aktivitäten berichten!

geschrieben von: Iris

Sonntag, 14. Mai 2017

#3&4 Fußball und Kochen

An unserem dritten Arbeitstag in Thessaloniki beschlossen wir, unsere Gruppe zu teilen.
Marco fuhr zur SoulFood Kitchen, um dort mit anderen Freiwilligen Essen für obdachlose Geflüchtete zuzubereiten und auszuliefern.

Der Rest unseres Teams war für ein Großevent im Herzen von Thessaloniki angefragt worden. Dabei handelte es sich um eine Art Festival, für das die Menschen aus vielen umliegenden Flüchtlingscamps mit Bussen zu der Location gebracht wurden: Das Family-Football Event stand im Rahmen des Fußballspiels Barcelona gegen Madrid, welches am späteren Abend live auf Großleinwand zu sehen war.

Unsere Aufgabe an diesem Tag bestand darin, an unterschiedlichsten Ständen auszuhelfen. Während Hannah und Iris den (meist) syrischen Kindern ein Lächeln entlockten, indem sie mit Schminke Schmetterlinge, Spiderman oder Herzchen auf ihre Gesichter zauberten, betreuten Sarah und Nouri die Hüpfburg, damit sich keines der Kinder verletzte. Auch am Women-Safeplace Zelt wurden Schichten von unserem Team übernommen.

Im Großen und Ganzen war es ein Tag, an dem wir als Helfer das Gefühl hatten, für die Geflüchteten eine willkommene und gern angenommene Abwechslung geschaffen zu haben; mit Musik,Tanz und Kicker, Clownshows für die Kinder, der Möglichkeit sich an einer Wand künstlerisch zu verewigen, Essen und Trinken, sowie sportlicher Aktivität.

Der vierte Tag in Thessaloniki nahm uns wieder als Team im Ganzen in Beschlag. Einige von uns starteten bereits am Morgen mit ihrer Arbeit in der SoulFood Kitchen, während der Rest im angrenzenden Warehouse wieder Sachen sortierte und Pakete für Flüchtlingsfamilien packte. Gegen Nachmittag bereiteten wir dann alle das Essen für den Abend vor und halfen, es noch zu verpacken. Insgesamt konnten 130 Portionen Essen in Thessaloniki verteilt werden.

Natürlich haben wir für euch alles bebildert.  Für noch mehr kleine Impressionen könnt ihr auch gerne auf unserer Facebook-Seite vorbeischauen.



Mittwoch, 29. März 2017

#11

Blogeintrag #11

Solidarität auf allen Ebenen

Die Einsatzbereitschaft der letzten Wochen trägt die ersten Früchte. Soweit zum letzten Eintrag. Dieses Höhengefühl nehmen wir auch für die nächsten Wochen mit und freuen uns, dass es am 20. April endlich mit dem Flugzeug nach Thessaloniki geht. Im letzten Treffen ging es unter anderem um die Soli-Feier am 30. März, den Umgang mit Sachspenden und den Flug nach Thessaloniki.




Level 1: „Jump“

Eines der wichtigeren Themen war die Organisation und der Ablauf der Feier am Donnerstag, den 30. März. Nach ausführlicher Diskussion ist die Planung nun endgültig abgeschlossen und die Vorfreude steigt bei allen Teilnehmenden. Wir sind richtig guter Dinge, dass möglichst viele tanzbegeisterte Leute vorbeischauen und laden hiermit nochmal alle ein, sich Morgen zu beteiligen.

Was: Tanzen Statt Warten / Wann: Einlass: 22.00 Uhr / Wo: Goldene Rose, Halle

oder informiert euch über Facebook.




Level 2: „Money“ and other stuff

Wir nehmen mittlerweile die ersten Spenden ein und wollen uns an dieser Stelle, insbesondere bei allen Leuten vom Flohmarkt für den Guten Zweck, bedanken. Beeindruckend und schön zugleich war der gestrige Abend als es unplanmäßig beim Studienrat geklingelt hat und Jemand zum Kleiderspenden abgeben vorbeischaute. Auch dafür vielen Dank, nicht nur für die Spenden und deiner Bereitschaft, sondern auch das du nächste Woche wieder kommen möchtest und du uns nochmal motivierst hast.

Wer diesem Beispiel weiter folgen möchte, kann dies schon am nächsten Sonntag tun. Zwischen 13 bis 16 Uhr nehmen wir auch dann wieder Sachspenden entgegen und natürlich auch zum Zeitpunkt des nächsten Orgatreffens. Weiterhin besteht die Möglichkeit eine Sachspendenbescheinigung auszustellen. Diese können wir, nach Abschluss der Formalitäten für den Antrag auf Gemeinnützigkeit, rückwirkend für euch ausstellen. Fragt dafür einfach nach, wenn ihr etwas spenden möchtet. Gleiches gilt dabei auch für reguläre Geldspenden.

Weiterhin haben wir die Möglichkeit über die ‚Gemeinde SoliDeo‘ weitere Sachspenden zu erhalten. Auch dafür schon mal vielen Dank.




Level 3: “Learning To Fly”

Da wir in den letzten Wochen Probleme hatten ein Auto und/oder einen Transporter zu bekommen, sind wir zu einem Entschluss, bzw. einem Strategiewechsel, gekommen. Alle Helfer*innen fliegen nach Thessaloniki. Von da aus geht es zur Unterkunft, von wo aus wir uns mit einem Mietwagen fortbewegen möchten. Der Grund liegt zum einen im Rahmen von Kostengründen und zum anderen, darin dass die serbische Grenze streng kontrolliert wird, sodass über diese Route sowieso keine Sachspenden nach Griechenland gelangen könnten. Wir werden also die Sachspenden über zusätzliches Gepäck mit dem Flugzeug bzw. per Post nach Griechenland transportieren.




Das war es erstmal für diese Woche. Bis zur Nächsten.

Liebe Grüße,

Taten Statt Warten



Nächstes Treffen: Di., 04.04. um 19.30 im StuRa der MLU (Universitätsplatz 7) -

Montag, 13. März 2017

Spenden-Kampagne gestartet!

Ihr Lieben,

Aufgrund eines formellen Fehlers bei der Beantragung unseres Vereinskontos konnten wir Selbiges leider immer noch nicht bei der Skatbank eröffnen. Das ist umso unglücklicher vor dem Hintergrund, dass wir schnellstmöglich mit der Spenden-Kampagne beginnen möchten.
Wir haben uns deshalb dazu entschlossen, zumindest bis zur Eröffnung des Vereinskontos auf ein Privatkonto zurückzugreifen.
Konkret heißt das für potenzielle Spender*innen, dass wir momentan leider keine Spendenquittungen ausstellen können.


Wir hoffen, dass Ihr dennoch ein bisschen Kleingeld oder auch etwas mehr für uns übrig habt und freuen uns über jeden Menschen, der uns unterstützt. Spenden sind ab sofort unter Angabe des Verwendungszwecks "Gemeinsam für Geflüchtete" auf folgendes Konto möglich:


Empfänger: Taten statt Warten

IBAN: DE56 8009 3784 0002 5149 90

Volksbank Halle



Falls Ihr Euch noch nicht sicher seid, ob Ihr spenden möchtet, informiert Euch hier auf unserem Blog nochmal über unser Projekt.


Bitte verbreitet diese Info!

Donnerstag, 9. März 2017

Ankündigungen

Meine Damen und Herren,


vielen Dank für Ihr Vertrauen und dass Sie sich für eine Veranstaltungsreihe von TatenStattWarten entschieden haben. Im nachfolgenden möchten wir Ihnen ein Unterhaltungs- und familienfreundliches Programm vorstellen. Wir sind uns sicher, Sie und Ihre Entourage von uns überzeugen zu können, sowie Ihre Erwartungen voll und ganz zu erfüllen.

Mit freundlichen Grüßen,

TatenStattWarten


25.03. Ein Frühlingsspaziergang: 5. Flohmarkt für den Guten Zweck, 13.00 Uhr, Peißnitzhaus


Beginnen werden mit einem idyllischen Frühlingsnachmittag im Grünen Herzen der Saale- und Händelstadt Halle. Auf dem bezaubernden Gelände des Peißnitzhauses findet eigens für Sie der ‚Fünfte Flohmarkt für den Guten Zweck‘ statt. Bitte bringen Sie daher genug Raum für etwaige Einkäufe mit.

Weitere Informationen finden Sie unter der entsprechenden Veranstaltung auf Facebook.


30.03. Soirée: TanzenStattWarten, 22.00 Uhr in der Goldenen Rose


Mit Neuen Kleidern geht es Ballfertig um 22.00 Uhr in Die Goldene Rose, wo Ihnen ein abwechslungsreiches Abendprogramm geboten wird. Einleitend hören und erleben Sie einen regionalen Künstler, welcher Sie mit humoristisch /satirischen Texten in Form des Singer-Songwriting auf den weiteren Verlauf des Abends einstimmen wird. Im Anschluss fordern wir zum kollektiven Tanzen auf. Es spielen dann für Sie sogenannte DiscJockeys. Alternativ können Sie sich bei traumhaftem Ambiente und abendlichen Erfrischungsgetränken in Konversation begeben.

Mehr Infos finden Sie hier.


12.04. Kuchenbasar, Universitätscampus Halle (Saale)


Das Finale bildet ein gemütlicher Kaffeeklatsch auf dem Universitätscampus Halle, zwischen dem Audimax und der Burse zur Tulpe. Dort können Sie es sich im Rahmen anderer Veranstaltungen bei Getränken und diversen Kuchenspezialitäten gut gehen lassen und sich von dem Ball erholen. Kommen Sie vorbei und verbringen Sie einen schönen Nachmittag mit Freunden und Bekannten, oder lernen Sie neue Leute bei einem entspannten Plausch kennen.

Auch hier finden Sie zeitnah weitere Informationen auf der Facebook-Seite.



Abschließend Ihr von Uns für Sie gestaltetes Programm nochmal in der Übersicht:


am 25.03. der Flohmarkt für den Guten Zweck

am 30.03. TanzenStattWarten

und am 12.04. Kuchenbasar

Falls wir Sie überzeugen konnten, folgen Sie uns weiter und teilen Sie unsere Einträge. Weitere Veranstaltungen in Form von Konzerten, Informationsabende sowie Aktionen sind bereits in Planung. Wir freuen uns auf Sie und freuen uns weiterhin über konstruktives Feedback und Hilfe jeglicher Art.

Ihr Veranstaltungsteam von TatenStattWarten.

Geschrieben von: Lars

Mittwoch, 1. März 2017

Es wird ernst...


Und schon wieder ist eine ganze Woche vergangen. Auch dieses Mal gibt es gute Neuigkeiten zu berichten :)

„Ich habe Sie im Radio gesehen.“

Hannah und Marco waren für uns am Montag zu Gast bei Radio Corax und stellten unser Projekt mit den verbundenen Zielen vor. Damit konnten wir hoffentlich auch unsere Reichweite ein wenig erhöhen.

Vielen Dank an das Team von Radio Corax für die Unterstützung. Weiterhin bekommen wir verstärkt externe Anfragen und Angebote zur weiteren Hilfe. Das ist super und motivierend, und bestärkt uns auch immer in unserem Tun. Wir versuchen Jeden der helfen möchte mit einzubeziehen und sind für die Unterstützung sehr dankbar. Bitte weiter so.

Ebenso voran geht es mit dem Sachspendenaufruf. Wir brauchen nur noch das okay von der Sammelstelle, sodass wir damit spätestens nächste Woche beginnen können. Weiterhin bekommen wir von Fionas Mama Babybekleidung gespendet. Vielen Dank dafür.

Falls ihr auch etwas spenden wollt und nicht warten könnt, schreibt uns einfach an unter taten.nicht.warten@gmail.com oder kontaktiert uns auf Facebook (entweder hier oder rechts auf das Fenster klicken).

Auch voran geht es mit der Kontoeröffnung. Mehr Infos gibt es bestimmt nächste Woche. Leider müssen wir immer noch abwarten, bleiben aber zuversichtlich. Wenn alle Dämme reißen gibt es zumindest eine Alternativlösung.

Solidarität am 25. und 30. März

 

Unter diesem inoffiziellen Motto finden demnächst verschiedene Veranstaltungen statt. Die erste Aktion heißt: Flohmarkt für den guten Zweck in Halle. Der Termin ist der 25. März 2017 am Peißnitzhaus. Die Zeit ist von 12 bis 18.00 Uhr, also ideal für einen Wochenend-Bummel an der Saale. Wenn ihr somit Samstag noch nichts vorhabt kommt vorbei und unterstützt die gute Sache. Den Link zur Facebook-Veranstaltung findet ihr hier: Flohmarkt für den guten Zweck

Und weiter geht es: Am 30. März 2017 gibt es bei der großen Soli-Party was zum Hören und zum Tanzen. Wir sind gerade mit Bands und DJ’s in Kontakt. Leider können wir dazu erst nächste Woche mehr berichten. Das Ganze wird in der Goldenen Rose stattfinden. Der Einlass ist ab 22.00 Uhr. bringt Freunde und Kollegen :)

Neben diesen beiden Daten kommen im weiteren Verlauf noch weitere Termine dazu. Das bedeutet: Es lohnt sich auf jeden Fall unsere Seite weiter zu verfolgen.

Das war es auch schon von dieser Woche. Bis zur Nächsten und falls ihr in Halle seid: Schaut doch mal vorbei :)

Unsere Treffen finden wie immer jeden Dienstag um 19.30 Uhr im Stura der MLU Halle-Wittenberg statt. Wir freuen uns!

Geschrieben von: Lars

Freitag, 17. Februar 2017

Neuigkeiten aus Thessaloniki

14.02.17

Anwesende:
Marco, Nina, Lars, Jule, Anna, Iris, Sina, Hannah, Fiona, Laura, Thilo, Marie, Sarah

Unser 5. Treffen und das wieder mit so vielen Menschen. Trotz Valentinstag. Wenn wir da mal nicht der Blumenindustrie getrotzt haben. 😉

Begonnen haben wir mit Updates.


Meine Grenzrecherche hat ergeben, dass das Transportieren von Sachspenden über die Serbische Grenze vermutlich problematisch sein wird, da der Zoll dort ziemlich streng ist. Nach kurzem hin und her Überlegen, kommen wir zu dem Schluss, dass wir auf Sachspenden auf keinen Fall verzichten wollen und deshalb zu Ostern mit einer Fähre von Italien oder Kroatien nach Griechenland übersetzen werden.
Wie genau das von Statten gehen wird obliegt meinen Nachforschungskünsten bis zum nächsten Mal.



Iris und Laura haben in der Zwischenzeit Kontaktdaten von örtlichen Zweigstellen einiger NGOs bekommen und sind bemüht Sachspenden-Listen zu erhalten. 
Nach unserem Treffen kam die erste Mail darüber, aus der sich ergeben hat, dass die Langeweile und Frustration in einigen Camps recht groß ist, sodass Computer zu Ausbildungszwecken, sowie Kameras willkommene Sachspenden wären. Mal sehen was sich da machen lässt.

Laura hat zudem die Idee gehabt bei Radio Corax anzufragen wegen eines Beitrags über uns.

Sina und Lars bringen uns tolle Fortschritte bezogen auf die Flyer. Man könnte sagen, dass sie so gut wie druckfertig sind. Yeah!

Weiterhin hat sich Fiona, wie es sich für einen guten Schatzmeister gehört, um das Crowdfunding und die Kontoeröffnung gekümmert. Auch das ist also in vollem Gange, sodass wir hoffentlich bald mit einer Spendenseite online gehen können.

Das spannendste hatte Marco dann noch für uns. Er hat Kontakt zu einem Projekt vor Ort in Thessaloniki, die unsere Hilfe gut gebrauchen können. Dabei handelt es sich um ein Baukollektiv, das sich um die Renovierung und das Hochziehen von Häusern für Geflüchtete in Thessaloniki kümmert. Zudem wird die Gruppe "Grenzenlose Wärme" zur gleichen Zeit wie wir vor Ort in Griechenland sein.

Genug geupdatet!

Kurz entbrannte noch eine Diskussion darüber, ob wir Spendengelder auch von Unternehmen annehmen sollten, oder nicht. Wir sind uns diesbezüglich noch nicht ganz einig. Allerdings haben wir beschlossen die Entscheidung darüber zu vertagen.

Weiterhin haben wir beschlossen uns um das Video und die Veranstaltung von Soliparties verstärkt zu kümmern.

Abschließend haben wir es geschafft ein vorläufiges Gruppenfoto zu machen. Schön dass das geklappt hat.

Wir sehen uns das nächste Mal am 21.02. um 19:30 im StuRa der MLU.

Geschrieben von Hannah



Mittwoch, 15. Februar 2017

...und schwupps, schon sind wir ein Verein!

So, jetzt bin ich an der Reihe mit einem Bericht über unser viertes Treffen. Zunächst mal muss ich sagen, dass ich überwältigt bin: als ich die Idee zur Gründung der Gruppe hatte, hätte ich niemals gedacht, so viele motivierte Menschen kennenzulernen und dass alles so fix vorangehen würde. Wir haben nämlich bereits Einiges geschafft, und auch das vierte Treffen war wieder Mal sehr ergiebig. Doch alles der Reihe nach: das Treffen am 7.2. begann mit einem kurzen Update seitens Hannahs bzgl. des Kontakts zu NGOs vor Ort. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv, wir erhalten bald Listen mit konkreten Vorschlägen für Sachspenden. Auch Sina hatte bzgl. der Sachspenden Infos vom Verein Rigardu e.V. aus Leipzig, welcher bereits mehrfach Hilfstransporte organisiert hat. Es gibt schlechte Nachrichten, denn wahrscheinlich würden wir bei einem Transport nur über Land spätestens an der serbischen Grenze Probleme bekommen, da nach Serbien nur Güter zum privaten Gebrauch eingeführt werden dürfen. Hannah erklärt sich dazu bereit, zu diesem Punkt zu recherchieren.
Was den Start der Crowdfunding-Kampagne anbelangt, so erscheint uns der Rigardu e.V. als positives Beispiel dafür, wie man es macht, denn die 5 Gründungsmitglieder schafften binnen weniger Tage knapp 1.000 € an Spenden nur über ihr privates Umfeld ran. Wenn wir auch so loslegen, wird unsere Crowdfunding-Kampagne ein voller Erfolg, und wir werden mit dem Geld vielen Menschen in Griechenland bei der Realisierung wichtiger Projekten helfen können. Bezüglich der Projekte in Thessaloniki selber gibt es leider noch keine Neuigkeiten, wir werden aber von den bereits vorhandenen Kontakten vor Ort auf dem Laufenden gehalten.

Hauptthema des Treffens war die Gründung unseres nicht eingetragenen Vereins, was dann auch tatsächlich einen Großteil der Zeit eingenommen hat. Diskutiert haben wir viel, vor Allem über diverse rechtliche Aspekte, aber ich möchte Euch an dieser Stelle nicht damit langweilen, sondern kurz und knapp zum Punkt kommen: wir haben noch im Laufe des Treffens unsere Satzung verabschiedet und mit mir als Vorsitzenden, Hannah als stellvertrender Vorsitzender und Fiona als Schatzmeisterin auch sogleich den Vorstand gewählt, sprich: wir haben unseren nicht eingetragenen Verein gegründet.


Wir sind froh darüber, dass wir diesen wichtigen bürokratischen Schritt bereits hinter uns haben und fokussieren uns für das nächste Treffen unter Anderem auf folgende Aufgaben:  Kontoeröffnung, Start der Crowdfunding-Kampagne, Erstellung eines Logos sowie eines Info-Flyers, Aktualisierung von fb-Seite und Blog. Auf geht’s, ab an die Arbeit! Ihr hört dann zeitnah von unseren Fortschritten. 


Geschrieben von: Marco